Bereits im Milchgebiss deuten sich einige Kieferfehlstellungen an. Dazu gehören der sogenannte Kreuzbiss (zu schmaler Oberkiefer), der offene Biss (kein Abbeißen mit den Frontzähnen möglich), eine zu große Frontzahnstufe (Rücklage des Unterkiefers) und/oder eine umgekehrte Frontzahnstufe (zu starkes Wachstum des Unterkiefers. Diesen Anomalien gilt es frühzeitig entgegenzuwirken, meist mit herausnehmbaren Apparaturen. Die Behandlung erstreckt sich in der Regel über 1,5 Jahre.
Die eigentliche kieferorthopädische Behandlung beginnt nach Kassenrichtlinien mit dem Durchbruch der bleibenden Eck- und Vorbackenzähne, also zwischen dem 9. und 13. Lebensjahr. Die Behandlung besteht zunächst wieder aus einer herausnehmbaren Apparatur, um die in vielen Fällen anschließende Behandlung mit der Multibracket-Apparatur (feste Spange) zu vereinfachen und somit zu verkürzen. Diese sind der effektivste Weg, Zahnfehlstellungen zu korrigieren und somit einen natürlichen Zahnbogen auszuformen.
Da feste Apparaturen auch ein Erschwernis bei der häuslichen Mundhygiene darstellen, müssen hier individuelle Präventivmaßnahmen ergriffen werden. Hierzu gehören regelmäßige Fluoridierungsmaßnamen, erneute Mundhygiene-Instruktion, sowie fluoridfreisetzende Bracketumfeld-Versiegler und professionelle Zahnreinigungen.
Gerne beraten wir Sie und Ihr Kind individuell und umfassend zu den Vor- und Nachteilen einer kieferorthopädischen Behandlung.